Na, die Überschrift nimmt ja schon einiges für das Kommende vorweg. Sachen.
Konkreter: Sachen, die etwas machen. Zum Beispiel glücklich. Wenn die Wiedergabeliste plötzlich Penny Lane spielt. Oder Youth knows no Pain. Was ja in der aktuellen Folge von Gossip Girl am Ende zu hören war. Mal abgesehen davon, dass die Musikauswahl von Shattered Bass wie immer nice war, war die Folge an sich schon so ein kleines Highlight. Obwohl ich mich selbst als uberkonsumierenden Serienjunkie ansehe und theoretisch alle Tricks kennen sollte, die einen mehr oder weniger guten Spannungsbogen aufbauen sollen, lasse ich mich so gut wie jedes Mal von dem vorhersehbaren Verlauf überraschen.
Also, wer hätte das gedacht, Russell Thorpe hat seine Frau selbst umgebracht! Oder, um das mal im richtigen Fachjargon zu kommentieren: OMG! Gossip Girl ist abstrus, ubertrieben, unlogisch - und dennoch unterhaltsam, sehenswert; mein Teenagerherz schlägt bei Chuck und Blair höher, momentan aber mehr aufgrund des wirklich süßen Louis. Nicht wegen der Prinzengeschichte. Louis ist so schön, so verliebt, so naiv, so wohlerzogen und, Achtung! Frankophon!
Ich gebe mich dienstags 41 Minuten lang dem Reich und Schön des 21. Jahrhunderts hin (wird das eigentlich immer noch gedreht?) und darf mich dazugehörend fühlen, zu dem Voyeur, der Gossip Girl ja nun mal ist, der durch Schlüssellöcher horchend alle Intimitäten erfährt; es wird mitgefühlt, Liebe, Leid, Freude, Trauer, Wut. Ich liebe Serien. Der Mangel an persönlichen Erfahrungen in Sachen an der Upper East Side wird mehr als kompensiert.
Nein, hier kann ich wirklich etwas für das Leben lernen.
Nein, hier kann ich wirklich etwas für das Leben lernen.





