Das habe ich eben auf einem Jutesack auf einem anderen Blog entdeckt, fand ich sehr witzig.
Im Moment lese ich Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ich weiß, ich bin fast sechs Jahre zu spät dran und nicht wirklich aktuell, aber besser spät als nie. Jedenfalls geben mir die Bücher SEHR zu denken, da ich mich in den meisten einzelnen Artikeln selbst wiederfinden kann :D Ich gelobe nach jedem Kapitel Besserung, aber sowie ich mich kenne, werde ich meine Freunde morgen wie immer mit Alter, deine Mudda begrüßen. Ach was soll's.
Also, was gibt es Neues?
Ich gehe seit drei Wochen jeden Tag mindestens für eine Mahlzeit in ein und demselben Restaurant essen. Das 1+1. Welch Genuss! Es ist ein wirklich tolles Restaurant, mit netter Bedienung, schnellem und vor allem günstigem Essen und man sieht immer irgendjemanden, den man kennt. Jaa, nach vier Monaten kenne ich jetzt, glaube ich, ein paar Mitschüler zumindest vom Sehen. Und jeder der mich kennt, weiß, was für ein Waschweib ich bin. Jedenfalls freue ich mich meistens oder eigentlich immer, wenn ich Mitschüler in meiner Freizeit erblicke. Eine Freundin und ich haben uns so in diese Gossip Girl Spotted Sache hineingesteigert, dass wir uns tatsächlich dauernd Spotted Blasts geschickt haben. Good times! Und ich weiß, wie sich das anhört, aber wir haben einen Nachmittag lang einfach auf einer Bank vor dem Wohnheim gesessen, Kuchen und Joghurt gegessen und einfach darauf gewartet, dass jemand erschien, den wir spotten konnten. Wow, jetzt so in Retrospektive finde sogar ich das echt zu krass. Nach einer Stunde sind wir dann auch in den Keller gegangen und haben Tischtennis gespielt. Ich erinnere mich daran, dass ich in der 5 und 6 in den Pausen oft Tischtennis gespielt habe, aber nicht daran, dass ich so richtig, richtig schlecht bin?! :D Irgendwann kamen auch andere Menschen, denen wir großzügig die Tischtennisplatte überlassen haben, haha.
Das Wohnheim hier ist echt nicht der Hit. Die Zimmer sind unterschiedlich groß und möbliert, was ja echt unfair ist. Jedenfalls bin ich froh, dass ich meine eigene Wohnung habe und weiß jetzt sogar die Wohnheime in Bochum zu schätzen.
Bei uns zu Hause feiern wir seit Jahren kein Weihnachten mehr. Wir haben immer ein sehr schönes und opulentes Familienessen, aber auf Geschenke und Dekoration wird verzichtet. Und jetzt, wenn ich im Ausland bin, in dem Weihnachten per se eigentlich gar keine Bedeutung hat, vermisse ich das ganze Drumherum so sehr, dass ich mir letztens einen kleinen Weihnachtsbaum und Lichterkette gekauft habe. Wicked. Weihnachten verbringe ich übrigens bei Kai in Peking. Hach, das wird gut. Essen, Wichtel-Geschenke (die eh unbrauchbar sind), Sightseeing und einkaufen.
Ah, apropros wicked, ich werde in knapp drei Wochen … älter. Ich finde es irgendwie befremdend, vor allem weil die meisten hier erst 19 oder 20 sind. Jedenfalls merke ich so an sich nicht unbedingt einen großen Unterschied in der "Reife", was entweder bedeutet, dass alle andern echt erwachsen sind, ich noch kindisch bin, oder dass es einfach keinen messbaren Unterschied bei einem so geringen Altersdifferenzen gibt. Egal. Dreiundzwanzig. Und jetzt habe ich Herzklopfen.
Ah, gestern war ich bei einer heißen Quelle oder so. Ha, wie kompetent sich diese Beschreibung anhört! Es war ein Tagesausflug mit der InterChina Gruppe und wir sind zu einem Hotel gefahren, mich von der Architektur her voll an Arizona erinnert hat. Jedenfalls war es ganz witzig, nach 5 Minuten in einem echt heißen Becken rot zu werden und sich wie ein Suppenhuhn zu fühlen. Es gab auch ein Schlammbad, aber irgendwie bezweifle ich, dass es irgendeine Wirkung zeigen wird. Nicht nur, weil ich es erst einmal gemacht habe und den Schlamm nicht mal 10 Minuten auf dem Körper gelassen haben, sondern auch, weil das ganze sehr laienhaft aussah. Naja, hat aber Spaß gemacht.
Nach einer Weile habe ich dann auch meinen Körperkomplex halb überwunden und mein Handtuch dann nicht mehr direkt am Beckenrand abgelegt, sondern auf einem Haken ordentlich aufgehangen. :D Eine Freundin vertritt die sehr weise und reife Einstellung, dass es im Grunde doch sowas von egal ist. Und ich weiß wie kitschig sich das anhört, aber niemand ist perfekt. Wie recht sie hat. Wären da nicht die anderen Mädchen aus der InternChina Gruppe gewesen, mit ihren schönen Bikinifiguren. Verflucht seid ihr!!
Was auch interessant ist, ist dass Chinesinnen so gar keine Komplexe bei den Spinden haben, deren Standort direkt als Umkleide dienten. Sie haben sich einfach splitternackt ausgezogen, während ich auf das Klo verschwunden bin. Im Bad selbst sieht man aber niemanden im Bikini, sondern nur in Tankinis oder richtigen Badeanzügen.
Nach dem entspannten Spa Tag bin ich abends dann koreanisch essen gegangen. Man saß auf dem Boden und es gab gegrilltes Fleisch, Kimchi Pfannkuchen, Kartoffelpfannkuchen und Reis. Man, das war mal saulecker. Danach haben wir irgendeinen seltsamen Schnaps (Name vergessen, irgendwas mit Maji bla bla?) oder so getrunken, der in einer Schale serviert wird und den man mit einem Löffel in die einzelnen Becher balanciert. Ich war noch nie in diesem Restaurant vorher, aber ich habe prompt drei Klassenkameraden gespottet, haha. Ja ja, wie klein die Stadt doch ist. Was sie eigentlich gar nicht ist. Zu den Quellen mussten wir etwa eine Stunde fahren, und die waren noch in Qingdao.
Ich freue mich schon auf die kommende Woche. Einfach nur so, haha.





